Gartentipps KW 08 - 2011
Ziergehölze
Handveredlung im Februar
Im Februar können für den Eigenbedarf Handveredelungen in Form von Kopulationen auf einjährige Unterlagen durchgeführt und bei offenem Boden direkt ausgepflanzt werden. Bei ungünstigen Pflanzbedingungen schlägt man die veredelten Unterlagen an einem kühlen, frostfreien Platz in Erde ein.
Weidenzäune errichten
Ersetzen Sie den Drahtzaun im Garten doch einmal durch einen natürlichen Weidenzaun. Schneiden Sie dazu jetzt junge, fingerdicke Triebe, die sich noch in der Winterruhe befinden, zurecht und bewahren Sie sie bis zum Ende der Frostperiode in gut verschlossenen Plastiktüten an einem kühlen Ort bei wenigen Grad über Null auf. Ab Mitte März können die Ruten 10 bis 15 cm tief in den Boden gesteckt werden. Halten Sie die Erde mäßig feucht, bis sich die Triebe bewurzelt haben.
Blumen und Stauden
Tulpenzwiebeln stecken
Bei offenem Boden ist es möglich, im Februar noch Tulpenzwiebeln zu stecken, vorausgesetzt, sie wurden trocken und kühl gelagert. Achten Sie darauf, dass Sie den meist geschwollenen Zwiebelboden beim Pflanzen nicht beschädigen.
Dahlien- und Gladiolenknollen lüften
Nutzen Sie frostfreie Wintertage, um den Lagerraum mit Dahlien- und Gladiolenknollen zu lüften. Vor allem Dahlienknollen sind bei hoher Luftfeuchtigkeit anfällig für Lagerfäule und Schimmelpilze. Für eine Pflanzung im Freiland ist es allerdings noch viel zu früh.
Knoblauch in Staudenbeeten
Knoblauch in Staudenbeeten sieht nicht nur schön aus, sondern schützt auch vor bestimmten Schädlingen. So vertreibt er Blattläuse und Wurzelälchen und schützt Tulpen und Lilien vor Pilzerkrankungen. Weshalb sollte nicht auch im Staudenbeet Essbares gedeihen? Also schnell noch ein paar Zehen stecken.
Gemüse und Kräuter
Aussaaten für das Frühbeet
Im Frühbeet können Sie jetzt Kresse, Petersilie und Salate säen, um möglichst bald frisches Grün auf dem Teller zu haben.
Aussaat von Dicken Bohnen
Dicke Bohnen bringen den besten Ertrag, wenn sie frühzeitig ausgesät werden. Da die Keimlinge einige Grade Nachtfrost vertragen, kann man die Samen jetzt schon in den Boden legen. Versuchen Sie es doch einmal mit den Sorten 'Razo', 'Hedosa' oder 'Con Amore'.
Obst
Sommerveredelungen nachbearbeiten
Okulationen des Vorjahres (Sommerveredelungen) werden jetzt auf Zapfen geschnitten, das heißt, der Spross der Unterlage wird abgeworfen.
Austriebsspritzung
Bei den früh austreibenden Obstarten kann man ab Ende Februar vor dem Austreiben schon an eine Austriebsspritzung denken. Für den Garten stehen für diesen Zweck umweltschonende, ungiftige Präparate auf Ölbasis (Mineral- oder Rapsöl) zur Verfügung. Diese Spritzungen auf die noch geschlossenen Knospen reduzieren die Überwinterungsstadien von Blattläusen und Spinnmilben.
Apfelwickler
Da die Raupen des Apfelwicklers in einem Gespinst hinter den Borkenschuppen überwintern (die Verpuppung erfolgt erst im Frühjahr), können Sie jetzt die Stämme auf einen Befall hin kontrollieren. Kratzen Sie die gefundenen Gespinste mit einem Messer oder einer harten Bürste einfach ab.
Gartenteich
Ein gutes Buch in der dunklen Jahreszeit
Die ruhigen, kalten Abende eignen sich hervorragend dazu, Fachliteratur zu lesen und die Anlage eines Gartenteiches zu planen. Wenn Sie genügend Platz im Garten haben, können Sie sich sogar einen Badeteich anlegen. In diesem Falle sollten Sie sich auf alle Fälle fachlichen Rat holen. Informationen finden Sie unter www.ulmer.de/wassergarten
Pflanzenschutz
Vogeltränken aufstellen
Im Spätwinter suchen die Vögel im Garten nach einer Trink- und Badegelegenheit. Damit sie nicht über die saftigen, prallen Knospen der Beerensträucher herfallen, sollten Sie den gefiederten Freunden eine Tränke aufstellen. Legen Sie einen rauen Stein an den Randbereich, damit keine Insekten darin ertrinken, und achten Sie darauf, dass die Tränke vor Katzen geschützt ist.