Gartentipps KW 06 - 2011

Ziergehölze

Winterschnitt

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Lassen Sie das beim Winterschnitt anfallende Schnittholz zwischen den Obstbäumen liegen. Es lenkt Rehe und Hasen vor allem von Jungbäumen ab.

Schneelast
Nach heftigen Schneefällen ist es sinnvoll, die Äste von Gehölzen durch leichtes Schütteln von ihrer Schneelast zu befreien, um unerwünschte Astbrüche zu vermeiden. Besonders gefährdet sind Immergrüne und Koniferen, auf deren dichtem Blattwerk besonders viel Schnee liegen bleibt.

Obstbaumschnitt
Verwenden Sie für den Obstbaumschnitt nur scharfe Gartenscheren, damit es nur saubere Wunden gibt. An der Qualität einer Gartenschere sollte man nicht sparen, denn hochwertige Schneidwerkzeuge erleichtern die Arbeit und verbessern das Ergebnis.

Blumen und Stauden

Teilung von Frühblühern
Schneeglöckchen (Galanthus nivalis ) und Märzenbecher oder Frühlingsknotenblumen (Leucojum vernum ) können nach der Blüte geteilt und vermehrt werden.

Gemüse und Kräuter

Pflanzverfrühung durch Mistgaben
Eine Packung aus Pferdemist erwärmt den Boden im Frühbeet und Kleingewächshaus, sodass Sie Mitte des Monats die ersten Salate pflanzen können. Heben Sie die zu packende Fläche 50 bis 60 cm tief aus und bringen Sie den gut verrotteten Mist 30 bis 40 cm hoch ein. Nach leichtem Festtreten wird mit warmem Wasser gut angegossen und mit frischem Boden aufgefüllt. Achtung: Eine Pflanzung darf erst fünf Tage nach der Mistpackung erfolgen, weil die Mistpackung immer noch leicht nachsackt und eine pflanzenschädigende Ammoniakonzentration zu hoch sein können.

Gemüseaussaaten
Bei günstiger Witterung können in Gärten mit durchlässigen Böden zum Ende des Monats folgende Gemüse eingesät werden: Erbsen, Spinat, Kerbel, Schnitt- und Wurzelpetersilie, Möhren, Pastinaken, Zuckerwurzeln (Sium sisarum ), Schwarzwurzeln, Haferwurzeln (Tragopogon porrifolius ), Löffelkraut (Cochlearia officinalis ), Kopf- und Schnittsalat, Feldsalat, Melde, Frühmöhren, Kopfkohl, Wirsing, Kohlrabi, Kerbelrüben (Chaerophyllum bulbosum ), Mairüben, Dicke Bohnen und Puffbohnen. Diese Aussaat ist allerdings für einige Gemüsesorten etwas riskant, sodass für weniger risikofreudige Gärtner der März als Aussaattermin zu empfehlen ist. Gelingt die Aussaat jedoch, gehört man zu denjenigen, die zuerst ernten. Ein Folientunnel oder Vliesabdeckung erweist sich dabei als sehr hilfreich.


Obst

Umpfropfen von Obstbäumen
Kernobstbäume, die im April umgepfropft werden sollen, können Sie bereits jetzt auf das gewünschte Maß abwerfen. Bei Steinobstbäumen wartet man bis unmittelbar vor dem Pfropftermin im Frühjahr.

Frostspanner an Obstbäumen bekämpfen
Denken Sie daran, die Leimringe an den Obstbäumen zur Bekämpfung des Frostspanners regelmäßig auf ihren richtigen Sitz zu überprüfen und sie bei Bedarf erneut mit Leim zu bestreichen. „Brücken“ wie Blätter oder Ähnliches sind zu entfernen.

Zu viele Blütenknospen
Bei deutlich zu starkem Blütenbesatz bei Obstgehölzen können die Blütenknospen etwas ausgedünnt werden.

Spalierwein auslichten
Der Spalierwein sollte in diesem Monat ausgelichtet werden. Dabei werden Triebe im Abstand von etwa 20 cm stehen gelassen. Ein Buch über Spalierobst gibt hilfreiche Tipps. Siehe auch www.ulmer.de/artikel.dll?Keys=spalierobst

Schnitt bei Kiwi
Die abgetragenen Fruchttriebe (3-4. jährig) werden jetzt entfernt und die neuen Fruchttriebe (1-jährig) auf drei bis fünf Augen (Knospen) zurückgeschnitten.

Erdbeeren verfrühen
Wer ganz frühe Erdbeeren ernten will, muss jetzt schon tätig werden. Eine Abdeckung mit Vlies beschleunigt die Pflanzenentwicklung, sodass die Blüte früher erfolgt. Wenn es sehr kalt ist, kann man das Vlies auch doppelt legen oder eine Folie drüberziehen.

Spannungsunterschiede bei Obstgehölzen
Spannungsunterschiede in der Rinde und Borke junger Obstbäume führen ungeschützt häufig zu Rissen. Hier können schädigende Pilze leicht eindringen. Die Spannungen entstehen durch die starke Erwärmung des Stammes auf der Südseite während des Tages und der starken Abkühlung in den Nächten mit Temperaturen unterhalb der Frostgrenze. Sinnvoll ist hier das weiße Einstreichen der Stämme und dickeren Äste mit fertigen Produkten aus dem Handel oder mit Eigenmischungen wie Kalkbrühe.

Balkon und Terrasse

Feuersalbei aussäen
Wenn Sie Feuersalbei jetzt in Schalen oder Töpfe aussäen, können Sie bereits Ende April/Anfang Mai blühende Pflanzen in den Garten oder in Gefäße setzen. Die optimale Keimtemperatur liegt bei 22 °C. Die Sämlinge werden nach dem Pikieren bei 12 bis 16 °C weiter kultiviert.

Geranien zurückschneiden
Schneiden Sie trocken überwinterte Pelargonien (Geranien) Ende Februar zurück. Jeder Trieb wird auf ein Drittel seiner Länge eingekürzt. Dabei erfolgt der Schnitt zwischen zwei Augen. Danach topft man die Pflanzen in frische, feuchte und nährstoffhaltige Blumenerde um und stellt sie an einen hellen Platz.

Knollenbegonien

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Knollenbegonien können im Februar zum Antreiben schon mal eingetopft und an einem kühlen Ort aufgestellt werden. Nach dem Austrieb wird regelmäßiger gegossen. Wenn es draußen warm genug ist (eventuell langsam abhärten), kommen die Pflanzen in den Garten (Tipp von Leserin Cornelia K.). Dazu muss es unbedingt frostfrei sein.

Sonstiges

Bodenproben
Wer einen besseren Überblick über seinen Boden bekommen will, kann jetzt Bodenproben untersuchen lassen (z. B. den staatlichen Lehr- und Versuchsanstalten, bei regionalen Bodenlabors oder im Raiffeisenmarkt) auf die Hauptnährstoffe Phosphor, Kalium und Magnesium, den pH-Wert, Kalkgehalt und Bodenart. Eine sinnvolle Maßnahme gerade für umweltbewusste Gartenfreunde! Eine sinnvolle Maßnahme bevor mit der Düngung begonnen wird.

Gartenplaner
Der Februar ist aufgrund der geringen Arbeitsmöglichkeiten im Freien die richtige Zeit, um sich noch rechtzeitig Gedanken über die Neu- oder Umgestaltung des Gartens zu machen. Ein erfahrener Gartenplaner kann dabei sehr hilfreich sein. Vergessen Sie nicht, dass Gartenplaner und Garten- sowie Landschaftsbaubetriebe ab März wieder mit Arbeit überschüttet werden. Nutzen Sie also jetzt die Zeit. Informationen über solche Betriebe erhalten Sie unter www.gartenbauen.info.