Gartentipp Kalenderwoche 3 2011

Ziergehölze

Gehölze im Kübel schützen
Bei sehr tiefen Temperaturen können auch winterharte Gehölze in Pflanzkübeln im Wurzelbereich Schaden erleiden. Zum Schutz sollten kleinere Gefäße z. B. in eine Kiste mit trockenem Laub gestellt werden. Größere Kübel umhüllt man mit Luftpolsterfolie oder Sackleinen. Achtung: Auch im Winter muss der Wurzelballen feucht gehalten werden. Das ist besonders wichtig bei immergrünen Pflanzen.

Gespinstmotten an Laubgehölzen
Wer im Vorjahr einen Befall mit Gespinstmotten hatte, sollte an den Trieben die schuppenartigen Gelege, unter denen bereits die jungen Raupen sitzen, mechanisch entfernen.

Gemüse und Kräuter

Topinambur ernten
Wenn Sie die Stängel des Topinambur (Helianthus tuberosus ) stehen gelassen haben, können Sie nun bei offenem Boden immer noch die Knollen ernten und verarbeiten. Topinamburknollen enthalten vor allem Fruchtzucker - besonders Inulin und sind daher für Diabetiker geeignet - und Mineralstoffe wie Eisen, Silizium und Kalzium. Die Knollen lassen sich wie Kartoffeln dünsten oder klein geschnitten roh an Salate geben. Der nussige Geschmack ist eine Bereicherung für alle Rohkostgerichte.

Kürbislagerung

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Kürbisse lagern besser in kühler, trockener Luft als in kühler Kelleratmosphäre. Angeschnittene Kürbisse werden besser gewürfelt und eingefroren.

Grünkohlernte
Wer ausreichend "Braunkohl" gepflanzt hat, kann jetzt immer noch ernten, vorausgesetzt, es hat keine allzu langen Frostperioden unter -10 °C gegeben. Mit Äpfeln und Bregenwurst schmeckt Grünkohl am besten.


Unterlagen bei Apfelbäumen
Obst

 

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Achten Sie beim Pflanzen von Apfelbäumen auf die richtige Unterlage. Für Hochstämme empfehlen sich vor allem Sämlingsunterlagen sowie die stark wachsenden Typen A2 und M11, für halbhohe Buschbäume M 25 und MM106, für kleine Baumformen die schwach wachsenden Typen M26 und M9.

Äpfel dörren
Bevor die eingelagerten Äpfel verderben, können Sie einen Teil durch Dörren konservieren. Entfernen Sie dazu Kernhaus und Stiel und schneiden Sie die Früchte in 4 bis 6 cm dicke Ringe, die kurz in Zitronenwasser getaucht werden (das verhindert das Braunwerden). Ziehen Sie die Ringe locker auf eine feine Schnur und hängen Sie diese dicht über der Heizung auf. Beim Trocknen im Backofen darf die Temperatur 70 °C nicht überschreiten.

Kompost für früh blühende Obstgewächse
Gerade Pfirsich-, Mandel- und Aprikosenbäume neigen zu einem frühen Austrieb und werden in regelmäßigen Abständen von Blütenfrösten geschädigt. Bringt man eine isolierende Deckschicht aus Stroh oder Kompost im Winter auf den gefrorenen Boden der Baumscheibe, so kann dies im Frühjahr zu einer Verzögerung der Blüte führen.

Kompost im Beerenobst
Bei gefrorenem Boden lässt sich das Ausbringen von Kompost optimal und ohne Bodenschäden durchführen. Zum Einsatz kommen verschieden Grünkomposte, die von der Kommune oft günstig zu bekommen sind. In Weingegenden steht oft auch Trester als preiswerte organische Quelle zur Verfügung.

Edelreiserschnitt
Wenn Sie im Frühjahr veredeln möchten, sollten Sie jetzt die Edelreiser schneiden und in feuchtem Sand eingeschlagen lagern. Veredelt werden kann sobald die Rinde löst (Pfropfen hinter die Rinde), das ist in der Regel im April der Fall.

Wildverbiss vermindern
Wenn Sie Probleme mit Wildverbiss z. B. durch Kaninchen oder Mäuse haben, sollten Sie die beim Baumschnitt angefallenen Äste und Zweige liegen lassen, um die Tiere mit diesem Angebot von ihren gepflanzten Junggehölzen abzulenken.

Birnengitterrost vorbeugen

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Wenn der Birnbaum im letzten Jahr unter Birnengitterrost (orangebraune "Warzen" auf den Blättern) gelitten hat, sollten Sie sich in Ihrem Garten nach einem Chinesischen Wacholder umschauen und diesen roden. Der Chinesische Wacholder ist nämlich Zwischenwirt des Pilzes, der heimische Wacholder (Juniperus communis ) dagegen nicht. War der Befall nur leicht, steht das Gehölz wahrscheinlich in Nachbars Garten.

Winterschnitt
Beim Winterschnitt sollte man eine gewisse Reihenfolge einhalten. Beim Kernobst schneidet man die kleinfrüchtigen Sorten zuerst, die großfrüchtigen Sorten später (Nachwinter). Alternanzanfällige Sorten wie Elstar werden am Besten zur Blüte geschnitten. Süßkirschen schneidet man nach der Ernte oder im Frühjahr. Pfirsiche und Aprikosen schneidet man sicherheitshalber nach der Blüte - wegen der hohen Frostgefahr. - durchführen. Zwetschgen werden traditionell im Winter geschnitten, bei hohem Krankheitsdruck besser nach der Ernte, Stachelbeer- und Johannisbeersträucher zwischen Januar und März. Walnuss und Kiwi sollten besser im belaubten Zustand im August/September geschnitten werden, aber niemals im Frühjahr, denn wegen des starken Wurzeldrucks tropft die Schnittstelle dann oft tagelang.

Steinobst
Sofern Triebinfektionsherde der Schrotschusskrankheit Moniliaspitzendürre aus dem vergangenem Jahr vorhanden sind, sollten Sie diese mit dem Winterschnitt entfernen, um eine Neuinfektion zu vermeiden. Dazu ist ein Schnitt bis ins gesunde Holz erforderlich. Entfernen Sie auch die hängen gebliebenen mumifizierten Früchte.

Zimmerpflanzen

Kartoffel-Kochwasser zum Gießen

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Verwenden Sie Kartoffel-Kochwasser ruhig als Gießwasser für die Zimmerpflanzen. Das Wasser ist kalkarm und durch die Kartoffeln mit düngenden Mineralsalzen angereichert.

Blüten bei Kakteen fördern

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Die meisten Kakteen benötigen in den Wintermonaten tiefere Temperaturen, um Blütenknospen zu bilden. Tagsüber sollten 15 °C nicht überschritten werden, nachts kann die Temperatur ruhig auf 5 °C absinken. Schränken Sie im Winter auch das Gießen sehr stark ein.


Sitzstangen auf Bäumen
Pflanzenschutz

 

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Bringen Sie bei jungen, vor allem hochstämmigen Bäumen mit freiem Stand Sitzstangen an. Sie locken Greifvögel an, die Wühl- und Feldmäuse jagen, und verhindern gleichzeitig, dass sich die Großvögel auf der Triebspitze der Bäume niederlassen und sie abknicken.

Tiere im Garten

Vogelhäuschen reinigen
Vergessen Sie nicht, das Vogelhäuschen einmal pro Woche zu reinigen. Andernfalls können sich Krankheiten ausbreiten oder es bleibt verdorbenes Futter liegen.

Sonstiges

Grüner Tee nach traditioneller chinesischer Art

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Grüner Tee enthält im Vergleich zu Schwarzem Tee mehr Fluor, weniger bzw. eine weitaus mildere Form des Koffeins und reichlich Gerbstoffe. Daher ist er so gesund. Ein kalter Januartag eignet sich hervorragend für die in Japan und China traditionelle Teezubereitung: Lassen Sie 4 g Grüntee vier Minuten in etwa 80 °C heißem Wasser ziehen. Vorsicht: Zu heiß aufgegossen schmeckt Grüner Tee bitter.

Schneedecken auf Kleingewächshäusern
Befreien Sie das Kleingewächshaus von starker Schneelast. Das Gewicht von nassem Schnee kann Glasscheiben und Folien beschädigen. Zudem verdunkelt eine Schneedecke das Gewächshausinnere und beeinträchtigt somit die Anzucht von Gemüse- und Blumenpflanzen.

Saatgutkontrolle
Die im Laufe des vergangenen Jahres geernteten Sämereien sollten öfter kontrolliert werden, um eventuelle Schädigung durch Organismen einzudämmen. Sind die geernteten Samen darüber hinaus noch nicht gereinigt worden, lässt sich diese Arbeit nun durchführen. Das gereinigte Saatgut sollte in Leinensäckchen an einem kühlen, trocknen und dunklen Ort gelagert werden, wobei eine genaue Kennzeichnung des Saatgutes mit Art bzw. Sorte und Erntejahr unerlässlich ist.