Gartentipps im November 2009

Neue Gartentipps November

Saubere Nistkästen

Muss man Nistkästen eigentlich säubern?

Im Laufe einer Brutsaison sammelt sich einiges an Schmutz und Bakterien im Nistkasten an. Damit im kommenden Jahr keine Krankheitserreger die Brut gefährden, sollte man im Herbst die Kästen leeren und mit einer Bürste säubern. Im Winter sollten die Kästen ungestört bleiben, da einige von Siebenschläfern als Quartier genutzt werden. Im Spätwinter gehen dann die ersten Meisen schon wieder auf Wohnungssuche.

 

Stachelige Gesellen überwintern

Was ist zu beachten, wenn man Igeln im Winter helfen möchte?

Prinzipiell überleben auch junge Igel den Winter aus eigener Kraft im Winterschlaf. Sollten Sie ab Ende Oktober einen Igel finden, prüfen Sie, ob er wirklich Hilfe braucht. Ist er abgemagert, unterkühlt – also kälter als Ihre Hand – oder verletzt, sollte er zum Tierarzt oder in eine spezielle Auffangstation für Igel gebracht werden. Geben Sie Ihm bis dahin ein Schälchen Wasser und füttern Sie ihn mit Haferflocken und Katzen-Dosenfutter.

 

Harte Zeiten für Vögel im Winter

Soll man im Winter Vögel füttern oder nicht?

An Wintertagen mit Frost und Schnee nehmen viele Vögel ein Zusatzangebot gerne an. In verbauter Landschaft und dichtbesiedelten Städten haben sie es in dieser Zeit ziemlich schwer. Achten Sie auf abwechslungsreiche Körnernahrung, um dabei möglichst vielen Arten zu helfen, sowie auf saubere Futterstellen, damit die Krankheitserreger keine Chance haben.

 

Kein Blütensegen durch falschen Schnitt

Der Oleander blüht nur spärlich – woran kann das liegen?

Oleander haben einen ausladenden Wuchs. Daher greifen viele im Frühjahr zur Schere, um die Pflanzen in topftauglicher Größe zu halten. Wer dabei jedoch alle Triebspitzen kappt, muss auf einen Großteil der Blüten in dieser Saison verzichten, denn die Knospen werden schon im Spätsommer an den Triebspitzen angelegt. Entfernen Sie bei einem Rückschnitt im März nur ein bis drei der ältesten Triebe an der Basis, damit Platz für junge, blühfreudige Triebe geschaffen wird. Ist der Oleander von unten verkahlt, lässt er sich problemlos auf ca. 20 cm lange Triebe zurücknehmen. Zwar muss man dann in den nächsten ein bis zwei Jahren Blüten entbehren, erhält aber wieder dich begrünte Pflanzen. Gefüllte Oleander eignen sich nur für überdachte Plätze – bei jedem Regenschauer werden sonst alle Blüten braun!

 

Clematis schneiden

Wann sollten Waldreben gestutzt werden?

Reichlich Erfahrung mit den hübschen Blühern hat Friedrich Manfred Westphal von Westphal Clematiskulturen: „Der Rückschnitt von Clematis wird häufig viel zu spät im Frühjahr durchgeführt! Das liegt unter anderem am Klimawandel, dem auch Hobbygärtner immer stärker Rechnung tragen müssen. Der richtige Zeitpunkt hängt von den verschiedenen Arten und Sorten ab. Schnittgruppe 1 – das sind die Clematis-Arten und –Sorten, die im Frühjahr von April bis Juni blühen – kann sofort nach ihrer Blüte beliebig eingekürzt werden, ohne dass im nächsten Jahr Blühverluste drohen. Die Clematis-Hybriden der Schnittgruppe 2 blühen zweimal im Jahr und werden immer zwischen November und Februar etwa um die Hälfte eingekürzt. Nicht erst im März oder April! Der Zeitpunkt im Winter gilt auch für alle Clematis, die im Sommer an den jungen Trieben blühen (Hybriden und die Wildarten) und die zur 3. Schnittgruppe zusammengefasst sind. Hier allerdings ist Zurückhaltung fehl am Platz: Sie werden radikal bis 20 oder 30 Zentimeter über dem Erdboden gestutzt.“

 

Zimmer- und Kübelpflanzen gesund erhalten

Während der Heizperiode fühlen sich Schädlinge in unseren Wohnzimmern sehr wohl und vermehren sich reichlich. Im Zimmer kommen bevorzugt Blattläuse, Weiße Fliegen, Thripse, Spinnmilben oder Woll- und Schildläuse sehr gerne und häufig vor. Sie schädigen durch massiven Saftentzug und häufig auch durch das Ausscheiden großer Mengen des klebrigen Honigtaus, auf dem sich sekundär gerne Schwärzepilze ansiedeln. Gleiches gilt auch für Kübelpflanzen im Überwinterungsquartier, auf denen sich versehentlich mit nach drinnen gebrachte Schädlinge schnell ausbreiten können. Es ist deshalb wichtig, die grünen Mitbewohner regelmäßig auf Schädlingsbefall zu kontrollieren.